Betriebskostenspiegel, Stromspiegel, Heizkostenspiegel
Betriebskostenspiegel für Nordrhein-Westfalen

„Die zweite Miete“ weiter auf hohem Niveau: 2,28 Euro pro Quadratmeter und Monat.
Mieter zahlen in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt 2,28 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskosten. Im Vorjahr waren es 2,29 Euro/qm/Monat. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 3,13 Euro/qm/Monat erreichen.
Grundlage des aktuellen Betriebskostenspiegels, den der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen jetzt vorlegt, ist die Auswertung von Abrechnungen des Jahres 2019 für rund 725.000 Quadratmeter Wohnfläche in weit mehr als 10.000 repräsentativen Mietwohnungen.
Heizung und Warmwasser
Die Heizkosten betrugen im Abrechnungsjahr 2019 durchschnittlich 1,09 Euro/qm/Monat und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,09 Euro/qm/Monat gestiegen. Die Höhe der Kosten ergibt sich dabei vor allem durch wetterbedingte Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starke Preisunterschiede sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern. Dies führt bei den Heiz- und Warmwasserkosten zu einer Spannbreite von 0,47 Euro/qm/Monat bis hin zu 1,44 Euro/qm/Monat.
Regional sind die Unterschiede groß
Je nach Betriebskostenart können die Unterschiede regional und lokal groß sein. Dies zeigt sich insbesondere bei den Positionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Müllbeseitigung, aber auch bei Heizkosten und den Kosten für Warmwasser.
DMB rechnet mit weiter steigenden Heizkosten
„Da auch künftig mit steigenden Heizkosten zu rechnen ist, fordern der Deutsche Mieterbund NRW und mit ihm die 50 örtlichen Mietervereine mehr Investitionen der Vermieter in effiziente, das Klima und den Geldbeutel schonende Heizungsanlagen.“, so der Vorsitzende Hans-Jochem Witzke. „Erst recht ist nicht einzusehen, warum die Mieterinnen und Mieter gänzlich mit der CO2-Abgabe belastet werden, da sie doch gar keinen Einfluss auf die Art der Heizung in ihren Gebäuden haben.“ Die CO2 Abgabe, die bislang die Mieter allein tragen, belaufen sich 2021 auf 25,00 € je Tonne CO2. Sie wird im kommenden Jahr 30,00 € betragen und im Jahr 2025 mit 55,00 € ihren mutmaßlichen Gipfel erreichen. Wie viel CO2 eine Heizung verursacht, hängt neben der Dämmung des Hauses erheblich von den verwendeten Brennstoffen ab. So entstehen bei gleicher Heizleistung für mit modernen Wärmepumpen beheizte Wohnungen nur rund 20 Prozent des CO2 gegenüber durchschnittlichen Gasheizungen. Alte Ölheizungen sind nochmals deutlich CO2-intensiver.
Betriebskostenspiegel NRW der letzten Jahre
Betriebskostenspiegel Deutschland
Die Betriebskostenspiegel der vergangenen Jahre für Deutschland und im Ost-West-Vergleich finden Sie über die Homepage der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Mieterbundes e.V.
Stromspiegel 2021
CO2-Emissionen könnten um 15 Millionen Tonnen sinken
Bewusst mit Strom umgehen, mehr als 300 Euro pro Jahr sparen
10 Milliarden Euro unnötige Stromkosten in Deutschland
Beim Strom kann ein durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaus pro Jahr rund 320 Euro sparen. Das zeigen die Daten des aktuellen Stromspiegels (www.stromspiegel.de) der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. In einem Einfamilienhaus sind im Schnitt sogar 410 Euro weniger jährliche Stromkosten möglich. Für alle Haushalte in Deutschland ergibt sich ein Sparpotenzial von insgesamt rund 10 Milliarden Euro.
Rund 15 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermeiden
An CO2-Emissionen ließen sich durch Stromsparen pro Jahr rund 15 Millionen Tonnen vermeiden. Das entspricht etwa den durchschnittlichen Emissionen, die ein Braunkohlekraftwerk in Deutschland pro Jahr verursacht.
„Wer sich mit dem eigenen Stromverbrauch auseinandersetzt, kann sehr einfach dazu beitragen, das Klima langfristig zu schonen. Energiesparen in Gebäuden ist das A und O für den Klimaschutz – auch in der Pandemie. Das gilt sowohl für Strom als auch fürs Heizen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.
Stromverbrauch prüfen, Sparpotenzial berechnen
Grundlage der aktuellen Analyse sind die deutschlandweit einzigartigen Stromspiegel-Vergleichswerte aus Verbrauchsdaten von 290.000 Haushalten. Als durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaus wurde ein Beispielhaushalt mit zwei Personen angenommen, die ihr Warmwasser mit Strom erhitzen. Beim durchschnittlichen Einfamilienhaus sind es vier Personen, die fürs Warmwasser keinen Strom nutzen (zentrale Warmwasserbereitung).
Je nach Personenzahl, Warmwasserbereitung und Gebäude fällt das Sparpotenzial unterschiedlich aus. Auf www.stromspiegel.de können Haushalte ihren Stromverbrauch kostenlos prüfen und Tipps für einen effizienteren Einsatz von Strom.
Der Stromspiegel wird vom Bundesumweltministerium gefördert und von einem breiten Netzwerk unterstützt. Partner des Stromspiegels sind der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V., der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V., die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), der Deutsche Mieterbund e. V., die EnergieAgentur.NRW GmbH, die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V., ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH, das Öko-Institut e. V., der Verband kommunaler Unternehmen e. V. und die Energieberatung der Verbraucherzentrale.
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Stromspiegel 2021 Vergleichswerte
Grafik Stromverbrauch im Haushalt
Heizkosten 2022 um bis zu 81 Prozent gestiegen
Heizspiegel für Deutschland zu Heizkosten und Energieverbrauch in Privathaushalten veröffentlicht
90 Prozent der Haushalte können Kosten senken – um bis zu 1.270 Euro im Jahr
Für 2023 wird leichter Rückgang der Heizkosten erwartet
Die Kosten fürs Heizen sind im Jahr 2022 je nach Energieträger um bis zu 81 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle Heizspiegel für Deutschland (www.heizspiegel.de) der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Für die deutschlandweiten Vergleichswerte zum Heizen wurden über 250.000 Energierechnungen und Heizkostenabrechnungen ausgewertet.
Ein durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaus (70-m²-Wohnung) muss fürs Heizen mit Gas 1.475 Euro bezahlen. Das sind 80 Prozent mehr als im Jahr 2021. Auch die Heizkosten für Holzpellets (+ 81 Prozent), Wärmepumpe (+ 50 Prozent) und Heizöl (+ 48 Prozent) sind deutlich gestiegen. Fernwärme ist dagegen nur leicht teurer geworden (+ 5 Prozent).
Grund für die höheren Heizkosten sind die während der Energiekrise für alle Energieträger stark gestiegenen Preise. Das deutlich wärmere Wetter im Winter und die Soforthilfe im Dezember konnten den Kostenanstieg geringfügig abmildern.
Niedrigere Heizkosten für 2023, aber immer noch über Vorkrisen-Niveau
Für das laufende Jahr erwartet co2online leicht niedrigere Heizkosten, weil die Energiepreise wieder sinken. Laut der Auswertung wird Heizen mit Gas gegenüber 2022 um 11 Prozent günstiger. Die Kosten fürs Heizen mit Holzpellets (- 17 Prozent) und Heizöl (- 19 Prozent) gehen ebenfalls zurück.
Am stärksten sinken die Kosten fürs Heizen mit Wärmepumpe (- 20 Prozent). Grund dafür ist ein wieder größeres Angebot an Wärmepumpen-Stromtarifen. Lediglich für Fernwärme werden Kunden 2023 voraussichtlich mehr bezahlen müssen (+ 10 Prozent).
90 Prozent der Haushalte können Kosten noch senken
Trotz gesunkener Energiepreise und Preisbremsen liegen die Kosten für das laufende Jahr noch immer über dem Vorkrisen-Niveau. Energie sparen lohnt sich daher weiterhin. 90 Prozent aller Haushalte können durch Verhaltensänderung und Modernisierung Heizenergie sparen: in einem durchschnittlichen Haushalt bis zu 1.270 Euro. Deutschlandweit sind Einsparungen von 22 Milliarden Euro pro Jahr möglich.
„Die meisten Menschen schätzen ihren Verbrauch und den Einfluss schon kleinster Maßnahmen auf die Kosten falsch ein – oder verstehen ihre Heizkostenabrechnung nicht. Bei hohen Energiepreisen ist das verheerend“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz: „Heizkosten sparen beginnt mit dem Prüfen der Abrechnung: Wer den eigenen Verbrauch auf heizspiegel.de analysiert und die dort empfohlenen Maßnahmen umsetzt, kann die Heizkosten dauerhaft senken.“
„Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr für die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher enorm gestiegen“, sagt Dr. Melanie Weber-Moritz, Bundesdirektorin des Deutschen Mieterbundes (DMB): „Auch in Zukunft werden sie vor allem für fossile Brennstoffe hoch bleiben, so dass sich mit Blick auf die kommende Heizsaison jede Einsparung im Haushalt mehr denn je lohnt. Der kostenlose Heizspiegel bietet hier schnelle Hilfe, um das individuelle Einsparpotenzial zu ermitteln.“
Über den Heizspiegel und co2online
Der Heizspiegel für Deutschland (www.heizspiegel.de) wird von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online erstellt und herausgegeben. Er informiert Verbraucher seit 2004 über Sparpotenziale rund ums Heizen und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Partner des Heizspiegels ist der Deutsche Mieterbund e. V.
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom- und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.
Heizspiegel-Flyer 2023
Klima schützen und Geld sparen – mit dem Energiesparkonto!
Das Energiesparkonto macht Ihren Energie- und Wasserverbrauch sichtbar und hilft, Ihre Kosten für Heizenergie, Strom und Wasser zu senken.
Welche Ausgaben kommen in den nächsten Monaten und Jahren auf mich zu?
Wie viel Energie habe ich im letzten Jahr gespart, wie viel CO2 vermieden?
Wie wirken sich Energiepreisänderungen aus?
Diese und andere Fragen beantwortet das Energiesparkonto